Vater wegen Mord-Verdacht an 16-jähriger Tochter vor Gericht

Knapp vier Jahre nach dem gewaltsamen Tod einer 16-Jährigen in Aschaffenburg hat das Landgericht Aschaffenburg die Anklage wegen Mordes gegen den Vater zugelassen. Dem 46-Jährigen wird vorgeworfen, seine Tochter "heimtückisch" und aus "niedrigen Beweggründen" ermordet zu haben, um seine Tochter zu bestrafen und seine Ehre wiederherzustellen, wie das Landgericht Aschaffenburg am Dienstag mitteilte.
| dpa
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Eine goldfarbene Justitia-Figur.
Eine goldfarbene Justitia-Figur. © Britta Pedersen/ZB/dpa/Symbolbild
Aschaffenburg

Vorgeworfen wird dem Mann mit syrischer Staatsbürgerschaft zudem versuchter Mord an dem Freund seiner Tochter. Etwa einen Monat nach der Tötung wurde der damals 23-Jährige am Floßhafen in Aschaffenburg mit einem Messer attackiert und am Hals schwer verletzt.

Die 16-Jährige aus Syrien wohnte im Landkreis Aschaffenburg und war im Mai 2017 von Verwandten als vermisst gemeldet worden, nachdem sie von der Berufsschule nicht nach Hause gekommen war. Im Dezember 2018 fanden Spaziergänger das Skelett bei Aschaffenburg.

Nach dem Vater wurde international gesucht. Schließlich konnte er in der Türkei festgenommen werden und wurde im Oktober 2020 nach Deutschland ausgeliefert. Seither sitzt er in Untersuchungshaft. Die Große Strafkammer des Landgerichts Aschaffenburg als Schwurgericht hat 14 Verhandlungstermine angesetzt. Prozessauftakt ist am 4. März 2021.

© dpa-infocom, dpa:210209-99-367913/2

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