Urteile im Prozess um totgefahrene 20-Jährige rechtskräftig

Im Prozess um eine totgefahrene 20-Jährige haben Staatsanwaltschaft und Nebenklage am Montag ihre Berufung gegen das Urteil für zwei Angeklagte zurückgezogen. Damit sind die Entscheidungen des Amtsgericht Würzburg vom Oktober 2019 gegen die heute 23 und 24 Jahre alten Mitfahrer im Unfallauto rechtskräftig.
| dpa
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Eine Statue der Justitia hält eine Waage und ein Schwert in der Hand.
Eine Statue der Justitia hält eine Waage und ein Schwert in der Hand. © Arne Dedert/dpa/Symbolbild
Würzburg

Die jungen Männer hatten am Unfalltag im April 2017 auf der Rückbank des Autos gesessen, das auf einer Ortsstraße bei Eisenheim zwischen Würzburg und Schweinfurt die Frau erfasste. Der Fahrer war betrunken. Mit seinen insgesamt drei Insassen kam er von einem Weinfest. Das Auto fuhr nach dem Aufprall einfach weiter. Ohne für die Schwerverletzte Hilfe zu holen, hatten sich die jungen Männer in der Unfallnacht zu Hause schlafen gelegt.

Die drei Mitfahrer waren in erster Instanz wegen unterlassener Hilfeleistung zu Geldstrafen zwischen 1000 und 2000 Euro verurteilt worden. Der heute 22 Jahre alte Hauptangeklagte wurde wegen seines Alkoholrausches für schuldunfähig erklärt. Das Urteil lautete auf fahrlässigen Vollrausch - statt wie in der Anklage zunächst gefordert fahrlässige Tötung. Der Mann bekam eine Geldstrafe von 5000 Euro und ein Jahr Fahrverbot.

Das Berufungsverfahren vor dem Landgericht Würzburg zieht sich seit dem Sommer 2020 hin. Gegen den Hauptangeklagten und seinen heute 24 Jahre alten Beifahrer wird die Verhandlung am Dienstag fortgesetzt.

© dpa-infocom, dpa:211025-99-728218/2

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