Unternehmen: Dreifacher Mangel und Auflagen hemmen Bau

Bund und Staatsregierung haben sich ehrgeizige Ziele im Wohnungsbau gesetzt. Doch die Voraussetzungen für neue Wohnungen sind nicht gut, kritisieren die sozial orientierten Wohnungsgesellschaften.
| dpa
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München

Der Wohnungsbau in Bayern krankt nach Einschätzung der sozial orientierten Wohnungsunternehmen sowohl an Material-, Personal- und Grundstücksmangel als auch an einem Zuviel an Vorschriften. In einer Umfrage des Verbands der bayerischen Wohnungswirtschaft unter seinen 490 Mitgliedsunternehmen klagt mehr als die Hälfte über einen dreifachen Mangel von Handwerker-Kapazitäten (63 Prozent), Baustoffen (57 Prozent) und Grundstücken (53 Prozent). Darüber hinaus sehen 59 Prozent die steigenden technischen Anforderungen an Wohngebäude als Hürde für den Bau.

"Die Unternehmen berichten vermehrt über Verzögerungen durch Materialmangel und Überlastung bei den ausführenden Firmen", sagte Verbandsdirektor Hans Maier laut Mitteilung. Folgen sind nach Einschätzung Maiers steigende Baukosten und längere Bauzeiten. Im schlimmsten Fall müssten geplante Neubauprojekte verschoben werden, sagte Maier.

Die Mitglieder des Verbands sind überwiegend Wohnungsgenossenschaften und kommunale Wohnungsunternehmen, die vergleichsweise niedrige Mieten verlangen. Ungeachtet der schwierigen Ausgangslage plant laut Umfrage ebenfalls über die Hälfte der Unternehmen (54 Prozent) im nächsten Jahr höhere Investitionen in den Wohnungsbau. Ein knappes Drittel will das Investitionsniveau auf dem gleichen Stand halten, und 10 Prozent weniger für Bautätigkeiten ausgeben.

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