Unfall auf der B2 bei Pegnitz: US-Soldaten liefern sich Autorennen

Am Samstag haben sich zwei Männer auf der B2 bei Pegnitz wohl ein illegales Autorennen geliefert. Einer der Fahrer wurde bei einem Unfall schwer verletzt, der andere flüchtete vom Unfallort. Bei beiden soll es sich um US-Soldaten handeln.
von  AZ
Der 3er BMW ist ein einziger Trümmerhaufen, der Fahrer wurde nach dem Unfall in seinem Wagen eingeklemmt. Offenbar lieferte er sich zuvor ein Rennen. Die Bilder vom Unfallort.
Der 3er BMW ist ein einziger Trümmerhaufen, der Fahrer wurde nach dem Unfall in seinem Wagen eingeklemmt. Offenbar lieferte er sich zuvor ein Rennen. Die Bilder vom Unfallort. © News5/Fricke

Pegnitz - Mit zwei PS-Boliden lieferten sich zwei Männer am Samstagnachmittag auf der B2 wohl ein illegales Straßenrennen. Wie die Polizei berichtet, waren die beiden Männer jeweils mit einem blauen BMW M3 auf der Straße unterwegs. Eine Augenzeugin berichtete später, wie die beiden "ziemlich schnell" an ihr vorbeigerast waren.

Dann kam es zum Unfall: Gegen 15 Uhr verlor einer der Fahrer die Kontrolle über seinen Wagen und krachte in einen entgegenkommenden Seat-Geländewagen. Als die Augenzeugin am Unfallort ankam und sah, dass aus dem Motorraum des BMW bereits Flammen schlugen, handelte sie geistesgegenwärtig: Mit Wasserflaschen, die sie nach ihrem Wochenendeinkauf zufällig dabei hatte, löschte sie das Feuer - und rettete dem BMW-Fahrer womöglich das Leben. Der war durch den enormen Aufprall zuvor in seinem Wagen eingeklemmt worden. Die Feuerwehr konnte ihn erst nach etwa einer Stunde aus dem Wrack befreien.

Drei schwerverletzte Personen bei Raser-Unfall in Pegnitz

Sowohl der BMW-Fahrer als auch die Fahrerin des Geländewagens erlitten schwere Verletzungen und wurden mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Daneben gab es noch eine weitere, nicht weiter bekannte, schwerverletzte Person.

Der andere Rennteilnehmer blieb nach dem heftigen Crash kurz auf einer Wiese stehen und flüchtete danach vom Unfallort, ohne sich um die Verletzten zu kümmern. Die Polizei hat ihn jedoch mittlerweile identifiziert – bei ihm handelt es sich um einen 27-jährigen US-Soldaten. Auch bei dem Unfallopfer soll es sich um einen US-amerikanischen Soldaten handeln.

Gegen die beiden BMW-Fahrer ermittelt nun die Pegnitzer Polizei wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 60.000 Euro, die Bundesstraße war nach dem Unfall für etwa sechs Stunden gesperrt.


Die Polizei ist noch auf der Suche nach Zeugen, die Hinweise zum Vorfall machen können. Die Beamten bitten daher weiter um Hinweise unter der Telefonnummer 09241/9906-0.

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