Über 80 Prozent weniger Hotelgäste im ersten Quartal

Die Corona-Krise hat den Tourismus in Bayern nahezu zum Erliegen gebracht. Im ersten Quartal zählten die Behörden lediglich knapp 985 000 Gäste in Bayern. Das waren fast 84 Prozent weniger als im Vorjahr, wie das Statistische Landesamt in Fürth am Montag mitteilte. Dementsprechend schrumpfte auch die Zahl der Übernachtungen in Hotels, Gaststätten, Pensionen, Jugendherbergen, auf Campingplätzen und in anderen Betrieben in einer ähnlichen Größenordnung von knapp 74 Prozent auf 4,2 Millionen.
| dpa
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Fürth

Viele Hotels und Gaststätten sind seit Monaten geschlossen. Die Betriebe, die noch geöffnet haben, dürfen nur Geschäfts- und Dienstreisende und andere Gäste mit triftigen Gründen aufnehmen. Dazu zählen beispielsweise Reha-Patienten. Touristische Übernachtungen sind verboten, mit Ausnahme der eigenen Ferienwohnung. Am härtesten getroffen wurden dementsprechend Jugendherbergen, Hütten, Ferienheime und Campingplätze, deren Gästezahlen um jeweils über 95 Prozent einbrachen.

Am glimpflichsten davon kamen die Kur- und Rehakliniken, doch auch diese spüren die Folgen der Pandemie sehr deutlich. Laut Landesamt gingen die Übernachtungen in diesen Kliniken um etwas mehr als ein Viertel auf 1,3 Millionen zurück.

Nach Regierungsbezirken aufgeschlüsselt ist der Rückgang zahlenmäßig in Oberbayern inklusive München am stärksten, wohin üblicherweise die Mehrzahl der Touristen reist. Knapp 428 000 Gäste kamen noch in den größten bayerischen Regierungsbezirk, drei Viertel weniger als im Vorjahr. Prozentual litt die Tourismusbranche in Schwaben am meisten, dort sank die Zahl der Gäste in den ersten drei Monaten um knapp 87 Prozent auf knapp 116 500.

© dpa-infocom, dpa:210510-99-538665/3

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