Trotz Appellen: Erste Besucher an Bayerns Ausflugszielen

Den großen Ansturm haben Bayerns beliebte Ausflugsziele am Samstagvormittag noch nicht verzeichnet: Doch trotz der Appelle, zu Hause zu bleiben, waren schon viele Ausflügler unterwegs.
von  AZ/dpa
Ausflügler tummeln sich auf dem zugefrorenen Schwansee.
Ausflügler tummeln sich auf dem zugefrorenen Schwansee. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Schwangau - Insbesondere am Schwansee im Landkreis Ostallgäu war der Besucherandrang bereits am Morgen stark. "Der Schwansee ist und bleibt Problemkind", sagte am Samstag ein Polizeisprecher.

Besucherparkplätze seien bereits früh überfüllt gewesen. In den vergangenen Tagen waren dort bis zu 600 Personen auf dem Eis gewesen. Um an die geltenden Anti-Corona-Maßnahmen zu erinnern und Verstöße zu ahnden, habe man Polizisten in Schlittschuhen auf das Eis geschickt.

Menge an Ausflüglern könnte noch steigen

Andernorts in Bayern blieb es zunächst ruhig. Im Fichtelgebirge und im Bayerischen Wald verzeichnete die Polizei am Vormittag noch kein verstärktes Besucheraufkommen. Man gehe aber davon aus, dass die Zahl an Ausflüglern spätestens gegen 13 Uhr ansteige.

Auf der Autobahn Richtung Salzburg sei es bisher trotz des schönen Wetters in den Alpen ebenfalls ruhig geblieben. Doch auch dort "könnte noch was kommen. Bisher ist aber noch keine Prognose möglich", so ein Sprecher der Polizei.

Beliebte Ausflugsorte hatten sich erneut auf großen Andrang am Wochenende vorbereitet. Die von Montag an geltende Beschränkung des Bewegungsradius für Bewohner von Corona-Hotspots könnte den Ansturm noch verstärken. In Landkreisen mit mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche sollen sich Menschen ohne triftigen Grund nicht mehr als 15 Kilometer vom Wohnort entfernen.