Trautners Appell: Notbetreuung nur im Notfall beanspruchen

Bayerns Familienministerin Carolina Trautner (CSU) hat an die Eltern im Freistaat appelliert, Notbetreuungsangebote in Kindertagesstätten auch wirklich nur im Notfall in Anspruch zu nehmen. "Gehen Sie bitte mit dieser Möglichkeit verantwortungsvoll um", mahnte sie am Donnerstag in München. "Denn damit schützen Sie sich selbst, Ihre Kinder und vor allem auch unsere Beschäftigten in den Kitas."
| dpa
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Carolina Trautner (CSU) nimmt an einer Pressekonferenz teil.
Carolina Trautner (CSU) nimmt an einer Pressekonferenz teil. © Sven Hoppe/dpa
München

Auch in Bayern wird der harte Lockdown mit geschlossenen Schulen und Kitas und noch härten Kontaktbeschränkungen über den 10. Januar hinaus bis zunächst zum 31. Januar fortgesetzt. Für Eltern, die gar keine andere Möglichkeit haben, ihre Kinder zu betreuen, bleibt - wie schon vor den Weihnachtsferien im Dezember - eine Notbetreuung eingerichtet. "Wenn wir wieder regulär öffnen können, stehen die Kindertageseinrichtungen an erster Stelle", versprach Trautner.

Die Landtags-SPD kritisierte die neuen Corona-Regeln für Kinder und Familien. "Wie schon im Frühling und Sommer sind Kinder diejenigen, die die meisten Opfer bringen müssen", kritisierte die familienpolitische Sprechern der Fraktion, Doris Rauscher. "In die Kita dürfen Kinder nur noch im Ausnahmefall, und Kinder, die daheim bleiben, dürfen nur noch eine Person treffen. Das ist bei Eltern kleiner Kinder ein Ding der Unmöglichkeit: Kaum jemand kann seinen Ein- oder Zweijährigen einfach ohne Elternteil bei befreundeten Eltern vorbeibringen."

Dass die Mutter eines Säuglings sich beispielsweise nicht mehr mit einer anderen Mutter treffen dürfe, sei ein Unding und grenze an Grausamkeit. "Gerade junge Mütter brauchen den Kontakt zu Gleichgesinnten. Dass hier ein Baby genauso gezählt wird wie eine erwachsene Person, lässt mich nur noch mit dem Kopf schütteln." Es sei unvermittelbar, dass Angestellte in Büros weiterhin zusammensitzen könnten, Kinder aber ihre Freunde nicht mehr sehen dürften, sagte Rauscher.

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