Tourengeher wenig auf Lawinen und Naturschutz vorbereitet

Viele Tourengeher sind nicht optimal auf die Lawinengefahr vorbereitet - und beachten auch Schutzgebiete für Wildtiere zu wenig. Rund 30 Prozent der Wintersportler waren ganz ohne jede Lawinenausrüstung unterwegs, ergab eine Befragung von rund 360 Sportlern im Spitzingseegebiet im Februar und März dieses Jahres. Viele wussten zudem nichts über den Schutz der Wildtiere. Etwa die Hälfte der Tourengeher habe sich vorab nicht über Schon- und Schutzgebiete informiert. Als Tagesziel seien sogar Gipfel in derartigen Gebieten angegeben worden.
| dpa
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Schneemobile liegen im Schnee.
Schneemobile liegen im Schnee. © Governor Of Svalbard/NTB scanpix/dpa/Symbolbild
Spitzingsee

An der am Freitag vorgestellten Studie waren die Sektion München des Deutschen Alpenvereins, Tourismusforscher der Ludwig-Maximilians-Universität München, Lawinenexperten und Vertreter aus dem Gebiet beteiligt.

Neben der Befragung wurden die Tourengeher an Checkpoints mit Infrarot-Technik gezählt. Mehr als tausend Tourengeher seien an guten Tagen im Taubensteingebiet unterwegs gewesen - dabei immer mehr auch frühmorgens und abends bis tief in die Nacht. Seit längerem boomen Touren vor und nach der Arbeit. Dabei sei gerade die Dämmerung für die Wildtiere die wichtigste Zeit zum Fressen, hieß es. Deshalb müsse es eine stärkere Lenkung in den Dämmerungs- und Nachtstunden geben.

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