Tödlicher Messerangriff: Staatsanwalt plädiert auf Mord

Für den tödlichen Messerangriff auf einen 28 Jahre alten Mann an einer Bushaltestelle in Augsburg soll die Angeklagte nach dem Willen der Staatsanwaltschaft für neun Jahre und zwei Monate in Haft. Der Ankläger plädierte am Montag vor dem Landgericht Augsburg auf eine Verurteilung der 20-Jährigen wegen Mordes - aber dem Jugendstrafrecht entsprechend. Der Staatsanwalt sah das Mordmerkmal der Heimtücke als gegeben an. Der Vertreter der Nebenklage schloss sich der Forderung an.
| dpa
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Handschellen sind an einem Gürtel eines Justizvollzugsbeamten befestigt.
Handschellen sind an einem Gürtel eines Justizvollzugsbeamten befestigt. © Frank Molter/dpa/Symbolbild
Augsburg

Der Verteidiger der jungen Frau ging in seinem Schlussvortrag von Totschlag aus und plädierte auf eine Haftstrafe von längstens sechs Jahren, wie ein Gerichtssprecher sagte. Das Urteil soll am Dienstag (10.30 Uhr) gesprochen werden.

Zu Prozessbeginn hatte die Angeklagte gestanden, ihr Opfer im November 2020 mit einem Taschenmesser niedergestochen zu haben. Der 28-Jährige war zuvor in einen Streit mit dem Freund der 20-Jährigen geraten. Die Deutsche hatte ausgesagt, wegen der Schubserei unter den Männern in Panik geraten zu sein - obwohl sie selbst in die Rangelei nicht involviert war.

Das Messer traf den 28-Jährigen in der Herzgegend, er starb binnen Minuten. Die junge Frau und ihr Freund waren zunächst geflüchtet, aber aufgrund von Zeugenaussagen wenig später festgenommen worden.

© dpa-infocom, dpa:210816-99-859623/3

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