Tödliche Stiche in Tirol: Verdächtiger wollte ins Gefängnis

Ein 29-Jähriger hat nach eigenen Angaben in Österreich einen Mann gezielt getötet, um ins Gefängnis zu kommen. Das teilte die Polizei am Dienstag mit. Weiter hieß es zur Begründung, dass "er mit seiner Lebenssituation nicht mehr im Reinen ist." Das Opfer wurde am Montagabend am Ufer des Inns in Kufstein nahe der bayerischen Grenze gefunden.
| dpa
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Der Polizei-Schriftzug steht auf einem Einsatzfahrzeug.
Der Polizei-Schriftzug steht auf einem Einsatzfahrzeug. © Christoph Soeder/dpa/Symbolbild
Kufstein

Die Leiche des 77 Jahre alten Mannes aus Kufstein wies Stichwunden am Oberkörper und im Halsbereich auf. Der 29-Jährige stellte sich bei der örtlichen Polizeistelle als Täter und bestätigte danach seine Angaben in einer Vernehmung. "Er hat keinen verwirrten Eindruck gemacht", sagte Katja Tersch vom Landeskriminalamt Tirol der Deutschen Presse-Agentur. Wegen welcher Probleme der arbeitslose Verdächtige ins Gefängnis wollte, sei noch nicht klar.

Der junge Mann gab an, dass er schon vor Wochen geplant habe, jemanden umzubringen. Laut Polizei wartete er am Flussufer und wurde dort auf den älteren Mann aufmerksam. Demnach lockte er sein Opfer in einen Hinterhalt und tötete es dort. Der 77-Jährige und der mutmaßliche Täter waren nach derzeitigem Stand der Ermittlungen nicht verwandt oder befreundet. Am Tatort wurde ein Küchenmesser als Tatwaffe sichergestellt.

© dpa-infocom, dpa:210615-99-04773/3

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