Tödliche Motorradfahrt: Fall geht in nächste Instanz

Der Unfalltod eines 24-Jährigen in Unterfranken wird noch einmal ein Gericht beschäftigen. Die Verteidigung des 20-jährigen Unfallverursachers habe eine Woche nach seiner Verurteilung durch das Amtsgericht Obernburg zwar die Frist für Rechtsmittel verstreichen lassen, sagte eine Gerichtssprecherin am Mittwoch. Die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg hatte jedoch Rechtsmittel eingelegt.
| dpa
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Die Justitia ist an einer Scheibe am Eingang zum Gericht zu sehen.
Die Justitia ist an einer Scheibe am Eingang zum Gericht zu sehen. © Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild
Obernburg am Main

Es sei noch unklar, ob man in Berufung oder Revision gehe, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Davon ist abhängig, vor welchem Gericht der Fall dann noch einmal neu aufgerollt wird.

Die Staatsanwaltschaft hatte dem Unfallverursacher und seinem Freund vorgeworfen, mit drei weiteren Männern am 29. Mai 2020 ein verbotenes Rennen gefahren zu sein. Die Angeklagten sollen mit ihren Maschinen viel zu schnell auf einer Kreisstraße unterwegs gewesen sein. Der Unfallverursacher kollidierte bei Kirchzell im Landkreis Miltenberg mit dem 24-Jährigen, der tödlich verletzt wurde.

Der Unfallverursacher war am vergangenen Dienstag wegen fahrlässiger Tötung zu einer achtmonatigen Jugendstrafe verurteilt worden. Den Vorwurf der Staatsanwaltschaft, der Angeklagte habe den 24-Jährigen bei einem illegalen Motorradrennen tödlich verletzt, sah das Amtsgericht aber nicht als erwiesen an. Der zweite Angeklagte, ebenfalls 20 Jahre alt, wurde freigesprochen (Az.: 2 Ls 225 Js 6707/20).

© dpa-infocom, dpa:210721-99-466799/3

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