Tierschützer: Geflügelpest nur geringe Gefahr für Singvögel

Trotz der Ausbreitung der Geflügelpest in Bayern können Vögel weiter im Garten gefüttert werden. "Die Vogelgrippe ist gefürchtet, weil sie hohe Verluste bei Nutzgeflügel verursachen kann. Aber für Menschen, Haustiere oder Singvögel sind die bei uns kursierenden Virustypen keine Gefahr", erklärte Torben Langer vom Landesbund für Vogelschutz (LBV) mit Sitz in Hilpoltstein am Freitag. Dennoch müssen Vogelhäuschen regelmäßig gereinigt oder im besten Fall durch Futtersäulen ersetzt werden.
| dpa
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Hilpoltstein

Wer beim Spaziergang tote Wasservögel entdeckt, sollte sie nicht berühren und dem Veterinäramt Bescheid geben. Hundehalter ruft der LBV dazu auf, ihre Tiere in Wassernähe an der Leine zu führen. "Hunde könnten auch tote Wildvögel aufstöbern und verschleppen oder noch lebende, möglicherweise infizierte Wildvögel aufscheuchen. Beides würde zur Weiterverbreitung des Virus beitragen", sagte der Biologe.

Seit Oktober breitet sich die Geflügelpest bundesweit aus, bislang sind mehr als 280 Fälle nachgewiesen worden. Die Infektionskrankheit, die auch Vogelgrippe genannt wird, kommt vor allem bei Wasservögeln, Hühnern und vereinzelt auch bei Greifvögeln und Eulen vor.

Zuletzt wurden drei Geflügelpest-Fälle bei Wildvögeln in den Landkreisen Cham und Nürnberger Land festgestellt. Ein weiterer Ausbruch wurde in einem kleinen Hausgeflügelbestand mit rund 50 Hühnern im Landkreis Erding registriert.

Das bayerische Umweltministerium hat nun mit einem Verbot von Geflügel-Ausstellungen und -Märkten sowie einem Fütterungsverbot von Wildvögeln reagiert. Außerdem herrscht eine Untersuchungspflicht bei Händlern, die Tiere im Rahmen des mobilen Handels abgeben. Dadurch soll der Kontakt zwischen Wildvögeln sowie Haus- und Nutzgeflügel vermieden werden.

© dpa-infocom, dpa:211210-99-335320/3

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