Teilemangel bremst Erholung der Industrie in Bayern

Bayerns wichtigste Industriebranche erholt sich schnell von der Corona-Krise, doch bremst der Mangel an Material den Aufschwung. Die Metallarbeitgeberverbände bayme und vbm gehen davon aus, dass die Geschäfte in diesem Jahr wieder so laufen werden wie vor der Pandemie. 2022 könnte die Metall- und Elektroindustrie dann wieder das "Vorrezessionsniveau" erreichen, wie Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt am Montag sagte. Das bezieht sich darauf, dass besonders Autohersteller schon 2019 in einer schwierigen Lage waren.
| dpa
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München

Zur Branche zählen unter anderem Audi, BMW und Siemens. Im Jahresdurchschnitt 2021 dürfte die Produktion laut Prognose der zwei Verbände um 15 Prozent steigen. Im kommenden Halbjahr will jedes zweite Unternehmen demnach mehr herstellen. Elf Prozent der Betriebe wollen zurückfahren. Gebremst wird der Aufholprozess laut Brossardt von einem teils großen Mangel an Material und Vorprodukten.

Erstmals seit Sommer 2019 wollen die Unternehmen jedoch im Saldo wieder Mitarbeiter einstellen. Allerdings wird das wohl erst im kommenden Jahr umgesetzt. "Wir erwarten ein Auslaufen des Beschäftigungsrückgangs zum Jahresende", sagte Brossardt. Im Jahresverlauf werde die Beschäftigung noch um rund 10.000 Stellen abnehmen. Ende Dezember könnten damit in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie noch 837.000 Personen arbeiten, 35.000 weniger als im Juni 2019.

© dpa-infocom, dpa:210712-99-352493/2

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