Studie: Homeoffice entlastet, verursacht aber Schmerzen

So manche Arbeitnehmer haben seit Monaten keinen einzigen Kollegen mehr von Angesicht zu Angesicht gesehen. Jeder arbeitet bei sich Zuhause. Das hat Vorteile - aber auch Nachteile, wie eine Studie zum aktuellen Teil-Lockdown zeigt.
| dpa
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München

Das Arbeiten im Homeoffice bringt den bayerischen Beschäftigten viele Entlastungen - sorgt aber einer Studie zufolge auch für gesundheitliche Probleme. Mehr als jeder dritte Arbeitnehmer im Freistaat arbeitet im aktuellen Teil-Lockdown mehrmals in der Woche von Zuhause aus, wie eine aktuelle Forsa-Umfrage der Krankenkasse DAK Bayern ergab, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Vor der Pandemie war dies nur jeder neunte.

Vier Fünftel der Befragten gaben an, im Homeoffice Beruf und Privatleben besser vereinbaren zu können. Noch mehr Beschäftigte gewinnen "eine Menge Zeit" durch den Wegfall des Arbeitsweges. Drei Viertel finden, dass sie produktiver sind, und zwei Drittel fühlen sich weniger abgelenkt.

Jedoch: Jeder dritte berichtet von vermehrten Verspannungen oder Schmerzen durch das Arbeiten daheim. "Mit fortschreitender Dauer der Corona-Pandemie zeigt sich: Das Büro kann man nicht dauerhaft an den Küchentisch verlegen", betont DAK-Vorstandschef Andreas Storm. Die Ergebnisse hätten nämlich auch gezeigt, dass jeder zweite Arbeitsplatz im Homeoffice schlechter ausgestattet sei als im Büro.

Außerdem verschwimmt für fast zwei Drittel die Grenze zwischen Job und Privatem stärker, und für fast die Hälfte erschwert sich die Arbeit wegen der fehlenden direkten Kontakte zu Kollegen. Zwei Drittel vermissen zudem das soziale Miteinander - Männer mehr als Frauen. Diese kämpfen dagegen häufiger gegen gesundheitliche Folgen.

Die meisten Arbeitnehmer in Bayern wollen auch nach der Corona-Pandemie regelmäßig von Zuhause aus arbeiten. 40 Prozent - vor allem jüngere und männliche Beschäftigte - wünschen sich gleich mehrere Homeoffice-Tage in der Woche. Ein Viertel hingegen zieht generell das Büro vor.

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