Studentenwohnheime: Bayern fordert Unterstützung durch Bund

Bayerns Bauministerin Kerstin Schreyer (CSU) fordert vom Bundesbildungsministerium finanzielle Mittel zur Förderung von Studentenwohnheimplätzen. Eine wachsende Anzahl an Studierenden im Freistaat lasse den Bedarf steigen, teilte das Bauministerium am Sonntag mit. 2019 habe der Bund seine Zuweisungen an die Länder für den Wohnungsbau von 1,5 Milliarden Euro pro Jahr auf eine Milliarde Euro gekürzt. Die Finanzhilfen des Bundes für den sozialen Wohnungsbau sollten auch für den Bau von Studierendenwohnheimen eingesetzt werden.
| dpa
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Bayerns Bauministerin Kerstin Schreyer (CSU) spricht bei einer Pressekonferenz.
Bayerns Bauministerin Kerstin Schreyer (CSU) spricht bei einer Pressekonferenz. © Matthias Balk/dpa/Archivbild
München

Aufgrund des Rückgangs von 500 Millionen Euro gegenüber den Jahren 2017 bis 2019 fordert Schreyer von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) eine eigenständige finanzielle Beteiligung des Bundes bei der Schaffung von Wohnraum für Studierende.

Die Wohnungssuche sei für Studierende schwierig, dies werde sich durch das Wegfallen von Nebenjobs aufgrund der Corona-Pandemie verschärfen, sagte Schreyer. Finanzielle Mittel der sozialen Wohnraumförderung würden "für den nach wie vor hohen Bedarf an bezahlbarem Wohnraum für einkommensschwächere Familien, ältere Personen und sonstige Bedürftige gebraucht". Hier könnten "keine Mittel für den Bau von Studentenwohnheimen abgezogen werden".

Im Vergleich zum Vorjahr sind den Angaben nach aktuell 406 000 Studierende an Bayerns Hochschulen eingeschrieben, was einem Anstieg um 3,1 Prozent entspricht. Studentenwerke sowie kirchliche und private Träger bieten im Freistaat rund 38 000 Wohnplätze an.

© dpa-infocom, dpa:210228-99-626662/2

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