Stellungnahmen zu Bahnneubau im Inntal

Die Prüfung für den umstrittenen Neubau einer Bahntrasse im bayerischen Inntal ist einen Schritt vorangekommen: Das Raumordnungsverfahren der Regierung von Oberbayern ist abgeschlossen. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW), Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU), Oberbayerns Regierungspräsidentin Maria Els und der Bahn-Konzernbevollmächtigte Klaus-Dieter Josel wollen die Ergebnisse heute in Rosenheim vorstellen.
| dpa
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Anwohner der Region Rosenheim demonstrieren im Jahr 2019 gegen den Neubau einer Bahntrasse im Inntal.
Anwohner der Region Rosenheim demonstrieren im Jahr 2019 gegen den Neubau einer Bahntrasse im Inntal. © Peter Kneffel/dpa/Archivbild
Rosenheim

Zu den fünf Vorschlägen der Deutschen Bahn für eine mögliche Trassenführung waren laut Regierung von Oberbayern rund 30 000 Stellungnahmen von Bürgern sowie etwa 100 von Behörden, Institutionen und Organisationen eingegangen.

Im nächsten Schritt ist die Deutsche Bahn am Zug. Sie will im Frühjahr einen konkreten Trassenvorschlag für den sogenannten Brenner-Nordzulauf vorlegen. Die Argumente aus dem Raumordnungsverfahren sollen hier einfließen.

Das Projekt stößt in der Region auf viel Widerstand. Die meisten Kommunen hatten alle fünf Varianten abgelehnt. Nur eine Variante sahen einige Kommunen als notfalls möglich an: Eine Neubaustrecke östlich von Rosenheim wäre möglicherweise raumverträglich, wenn sie weitgehend untertunnelt würde. Die Gegner - darunter Umweltschützer und Bürgerinitiativen - fordern statt des Neubaus die Modernisierung der bestehenden Gleise.

Der Brenner-Nordzulauf soll die Kapazitäten zum künftigen Brenner Basistunnel erweitern, an dem in Italien und Österreich gebaut wird. Damit sollen in der Zukunft mehr Güter auf die Schiene kommen.

© dpa-infocom, dpa:210127-99-195229/2

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