Steigende Flüchtlingszahlen setzen Polizei unter Druck

Viele Flüchtlinge erreichen Bayern über die deutsch-österreichische Grenze. Die Zahl der von ihr aufgegriffenen Flüchtlinge hat sich 2014 mehr als verdoppelt. Im Visier der Bundespolizei sind vor allem die Schleuser.
von  dpa
Der Bundespolizist Bastian K. geleitet am 09.09.2014 im gestoppten Eurocity in Rosenheim zahlreiche Flüchtlinge in Richtung Bahnsteig. Der sprunghafte Anstieg der Flüchtlingszahlen in Deutschland stellt die Bundespolizei vor große Herausforderungen.
Der Bundespolizist Bastian K. geleitet am 09.09.2014 im gestoppten Eurocity in Rosenheim zahlreiche Flüchtlinge in Richtung Bahnsteig. Der sprunghafte Anstieg der Flüchtlingszahlen in Deutschland stellt die Bundespolizei vor große Herausforderungen. © dpa

Viele Flüchtlinge erreichen Bayern über die deutsch-österreichische Grenze. Die Bundespolizei in Rosenheim setzt das unter Druck. Die Zahl der von ihr aufgegriffenen Flüchtlinge hat sich 2014 mehr als verdoppelt. Im Visier sind vor allem die Schleuser.

Bad Aibling - Der sprunghafte Anstieg der Flüchtlingszahlen in Deutschland stellt die Bundespolizei vor große Herausforderungen. Die Inspektion Rosenheim muss in ihrer Turnhalle immer wieder Bettenlager errichten, um Asylbewerber vor der Weiterreise in die bayerischen Erstaufnahmestellen registrieren zu können. Der Aufwand für die medizinische Versorgung, Verpflegung, das Fotografieren, Abnehmen von Fingerabdrücken und Befragen der Flüchtlinge bringt die Beamten an ihre Kapazitätsgrenzen.

Lesen Sie hier: Abschiebungsdrama im Morgengrauen

Die Zahl der im Bereich der Inspektion Rosenheim aufgegriffenen Flüchtlinge hat sich 2014 mehr als verdoppelt. Sie dürfte im hohen vierstelligen Bereich liegen. Die genauen Zahlen werden am Donnerstag (10.30 Uhr) am Bad Aiblinger Autobahnparkplatz "Im Moos" der A8 Salzburg-München präsentiert. Dann gibt es auch Informationen zur Schleuserkriminalität und zum Rauschgifthandel. Die A8 ist eine der Hauptrouten der Schleuser und Drogenkuriere. Die Rosenheimer Inspektion der Bundespolizei betreut 650 Kilometer deutsch-österreichische Grenze und 1150 Bahnkilometer.