Städtetag: Debatte über Impfpflicht kommt zu früh

Die vom bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) angestoßene Debatte über eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen kommt aus Sicht des Deutschen Städtetags zu früh. Er verstehe zwar, dass man auf die Idee komme, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags, Helmut Dedy, im SWR2-"Tagesgespräch". Gerade in den Pflegeheimen habe man eine ausgeprägte Impfzurückhaltung, teilweise seien dort nur 30 Prozent der Beschäftigten bereit, sich impfen zu lassen. "Ich glaube trotzdem, dass der Gedanke zur falschen Zeit kommt", sagte er.
| dpa
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Helmut Dedy, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags.
Helmut Dedy, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags. © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild
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Man habe noch nicht alle Möglichkeiten ausgereizt, um Überzeugungsarbeit zu leisten. "Und jetzt zu sagen, wir können euch nicht überzeugen, also zwingen wir euch - das kommt mir ein bisschen früh. Ich fürchte, dass die Geschichte auch nach hinten losgehen kann", sagte Dedy. Er forderte Arbeitgeber und Klinikträger auf, ihre Mitarbeiter von einer Impfung zu überzeugen.

Söder hatte zuvor mit Verweis auf fehlende Impfbereitschaft in Alten- und Pflegeheimen eine Debatte über eine Impfpflicht für Pflegekräfte gefordert. "Der deutsche Ethikrat sollte sich damit beschäftigen", sagte er am Dienstagmorgen im ZDF-"Morgenmagazin". Ähnlich hatte sich der CSU-Chef in der "Süddeutschen Zeitung" (Dienstag) geäußert.

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