Städte sorgen sich um Zentren: Geld vom Staat erwünscht

Der bayerische Städtetag hat Bund und Land zum Auflegen flexibler Förderprogramme aufgerufen, um ein Aussterben der Innenstädte nach der Corona-Pandemie zu verhindern. Für die Städte stünden einschneidende Veränderungen bevor. Die Corona-Pandemie und der Lockdown als deren Folge hätten die Probleme der Innenstädte - etwa die Konkurrenz des inhabergeführten Einzelhandels zum Online-Handel - wie unter einem Brennglas gezeigt, sagte der Vorsitzende des Städtetages, Straubings Oberbürgermeister Markus Pannermayr (CSU), am Mittwoch in Aschaffenburg.
| dpa
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Aschaffenburg

Staatliche Förderung dürfe nicht nur investiv ausgerichtet sein, sondern müsse auch kreative Ideen zur Belebung der Innenstädte berücksichtigen. "Es verändert sich viel", sagte Pannermayr.

Es würden Plätze in den Städten in den Fokus gerückt, die bisher nicht im Zentrum standen, etwa um dort Mikroveranstaltungen statt großer Stadtfeste zu planen. Fürths Oberbürgermeister Thomas Jung (SPD) wies darauf hin, dass auch beim innerstädtischen Handel der Wandel unverkennbar sei. Mehrstöckige Warenhäuser mit Rolltreppen gebe es immer weniger. Handel im Erdgeschoss, Wohnen darüber - dieses lange Zeit als überholt angesehene Konzept könnte seiner Auffassung nach eine Renaissance erleben.

Er forderte erneut ein Vorkaufsrecht der Kommunen für innerstädtische Gebäude zum Verkehrswert, damit Leerstand und Immobilienspekulationen Einhalt geboten werden könne. Immobilienbesitzer müssten als Partner gewonnen werden. "Wenn solvente Mieter wie Handelskonzerne oder Filialkette wegfallen, dann müssen für die Nachnutzung neue Zielgruppen gesucht werden und neue Nutzungskonzepte für Liegenschaft entwickelt werden", sagte Pannermayr. Dies erfordere die Bereitschaft der Immobilienbesitzer, sich unter Umständen auch auf neue, kurzfristigere Mietverhältnisse einzulassen.

© dpa-infocom, dpa:210714-99-379515/2

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