Staatsschutz ermittelt wegen Brandanschläge auf Funkmasten

Unbekannte haben Brandanschläge auf zwei Funkmasten in Nürnberg verübt. Der Staatsschutz prüfe derzeit ein Bekennerschreiben, das auf einer Online-Plattform der linken Szene veröffentlicht worden sei, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Aktuell gingen die Fachleute davon aus, dass dieses authentisch sei. Es gebe daher keine Zweifel an einer vorsätzlichen Brandstiftung. Medien hatten zuvor darüber berichtet.
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
Artikel empfehlen
Ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr.
Ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr. © Philipp von Ditfurth/dpa/Symbolbild
Nürnberg

Die beiden Funkmasten waren in der vergangenen Woche in der Nacht zum Montag beinahe zeitgleich in Flammen aufgegangen. Die Feuerwehr konnte die Brände nach Angaben der Polizei schnell löschen. Verletzt wurde niemand.

Dem Bekennerschreiben vom Freitag zufolge betreibt das bayerische Landeskriminalamt die Funkmasten. Mit den Anschlägen habe man die Polizei angreifen wollen, hieß es weiter. Der Polizeisprecher sagte dazu, dass die beiden Masten für den behördlichen Funk vorgesehen seien.

Auch in München gibt es seit immer wieder Anschläge auf die Infrastruktur, die Ermittler linksextremen Straftätern zuordnen. Verdächtige konnten sie bisher aber nicht ermitteln.

So waren im Mai nach einem offenbar absichtlich gelegten Feuer in einer Baugrube rund 50 Stromkabel der Mittelspannung zerstört worden und in mehreren Stadtteilen der Landeshauptstadt der Strom ausgefallen. In einem anonymen Bekennerschreiben hieß es, das Ziel sei in erster Linie ein Rüstungskonzern am Münchner Ostbahnhof gewesen. Die Ermittlungen laufen noch.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen Artikel empfehlen