Staatsminister Herrmann verteidigt Corona-Maßnahmen

Staatsminister Florian Herrmann (CSU) hat die Maßnahmen zum Schutz vor Corona-Infektionen vehement gegen Kritik verteidigt. Es sei ein gedanklicher Fehler, aus den vergleichsweise niedrigen Infektionszahlen, den freien Intensivbetten in den Kliniken und den stagnierenden Todeszahlen im August zu schließen, dass die Pandemie vorbei sei. Die Situation könne sich jederzeit „ruckzuck” wieder ändern, sagte Herrmann nach einer Kabinettssitzung am Dienstag in München. „Man muss sich immer klar drüber werden, dass ein unbekanntes Virus im Zweifel tödlich verläuft - und das haben wir ja erlebt.”
| dpa
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Florian Herrmann (CSU).
Florian Herrmann (CSU). © Peter Kneffel/dpa/Archivbild
München

Die Staatsregierung versuche daher, das Virus Sars-CoV-2 so weit wie möglich im Griff zu behalten, „um nicht dann wieder einer exponentiellen Entwicklung ausgeliefert zu sein, die dann unweigerlich wieder sicher dazu führen wird, dass das Gesundheitssystem unter Druck kommt, dass auch dann die schweren Erkrankungen schlimmer werden”. Dann nähmen nämlich unweigerlich auch die Fälle in der älteren Generation und in den Senioreneinrichtungen erneut zu, die Todesfälle stiegen, und es müssten „ganz schwierige” ethische Entscheidungen getroffen werden - etwa, wer ein Beatmungsgerät bekomme und wer nicht.

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