Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft für Verurteilten

Wegen der Ermordung seines eigenen Sohnes könnte ein 51-Jähriger zu einer langen Gefängnisstrafe verurteilt werden. Die Staatsanwaltschaft habe eine Verurteilung zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe gefordert, teilte das Landgericht Bamberg am Mittwoch mit. Das Urteil soll am Freitag fallen.
| dpa
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Der Angeklagte (r) hält sich beim Prozessauftakt einen Ordner vor das Gesicht.
Der Angeklagte (r) hält sich beim Prozessauftakt einen Ordner vor das Gesicht. © Nicolas Armer/dpa/Archivbild
Bamberg

Der 51-Jährige hatte sich beim Prozessauftakt Mitte Oktober geständig gezeigt: Er habe den neunjährigen Buben im März 2021 erst mit einem Metallbügel geschlagen und dann mit bloßen Händen gewürgt, bis er sich nicht mehr bewegte. Laut der Anklage war der Mann von Existenzängsten getrieben und litt an einer Depression. Laut der Darstellung wollte er an dem Sonntagmorgen im März auch sich selbst umbringen, schaffte es dann aber doch nicht, sich selbst etwas anzutun.

Die Vertretung der Nebenklage forderte außerdem die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld. Die Verteidigung beantragte ebenfalls eine Verurteilung wegen Mordes, will aber eine verminderte Schuldfähigkeit des Angeklagten geltend machen.

© dpa-infocom, dpa:211110-99-940718/3

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