SPD: Vergammelnde Häuser den Kommunen überlassen

Der Freistaat Bayern besitzt knapp 3800 Häuser und Grundstücke, für die sich kein Erbe findet - 750 mehr als vor vier Jahren. Das geht einer Anfrage der SPD-Landtagsfraktion an das Finanzministerium hervor. "57 Prozent aller Nachlassimmobilien stehen in Ober- und Unterfranken", sagte der SPD-Kommunalexperte Klaus Adelt am Samstag. Er forderte die Staatsregierung auf, vergammelnde Gebäude zu sanieren oder den Kommunen zu überlassen: "Ansonsten verschandeln sie nur ganze Straßenzüge."
| dpa
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München

Für die Kommunen forderte Adelt ein Sonderförderprogramm und mehr Handlungsspielraum. "Städte und Gemeinden müssen in die Lage versetzt werden, Schrotthäuser zu erwerben, abzureißen oder zu sanieren", sagte der SPD-Abgeordnete. Ein neu zu gründender Staatsbetrieb solle sich als Entwicklungsagentur um Vermarktung, Sanierung und Wertsteigerung der staatlichen Nachlassimmobilien kümmern. Auf diese Weise könne man der "Schandflecken Herr werden und gleichzeitig auch noch Einnahmen generieren". Der Freistaat zahle den betroffenen Kommunen für die Gebäude Grundsteuer und laufende Kosten erst beim Verkauf - das sei dreist, sagte Adelt.

© dpa-infocom, dpa:210814-99-837575/2

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