SPD-Politikerin zu Rummenigge: Will seine Probleme lösen

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Dagmar Freitag (SPD) steht in einem Hotel.
Dagmar Freitag (SPD) steht in einem Hotel. © Fabian Strauch/dpa/Archivbild

Berlin (dpa) - Die SPD-Sportpolitikerin Dagmar Freitag stellt die gute Absicht des Impf-Vorstoßes von Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge infrage. Wenn sie wohlwollend annehmen würde, dass es ihm darum gehe, die Impfbereitschaft zu erhöhen, wäre es vorbildlich, wenn der FC Bayern "einen Bruchteil seiner beträchtlichen Einnahmen eingesetzt hätte, um in Anzeigen und TV-Spots mit der Mannschaft für das Impfen zu werben", sagte die Vorsitzende des Bundestag-Sportausschusses am Mittwoch im Interview von RTL/ntv.

"Das wäre eine glaubwürdige Maßnahme", sagte Freitag. "Jetzt aber sieht es aus, als wolle er vor allem seine Probleme lösen, denn wir wissen ja, dass aktuell zwei Spieler wegen Corona-Infektionen nicht nach Katar mitgeflogen sind." Der Hintergrund sei also vermutlich eher, "gesunde Spieler zu haben und nicht, die Impfbereitschaft in unserem Land zu erhöhen".

Rummenigge hatte am Dienstag dem Internetportal "Sport1" gesagt, dass Fußballprofis Vorbilder bei der Impfung gegen das Coronavirus sein könnten. "Lässt sich beispielsweise ein Spieler des FC Bayern impfen, wächst das Vertrauen in der Bevölkerung", sagte er und betonte zugleich: "Wir wollen uns überhaupt nicht vordrängen, aber Fußballer könnten als Vorbild einen gesellschaftlichen Beitrag leisten."

© dpa-infocom, dpa:210210-99-385496/2

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