SPD-Politiker: Astrazeneca-Impfstoff für Lehrer verwenden

Der für Menschen über 65-Jahren nicht empfohlene Corona-Impfstoff des Pharmakonzerns Astrazeneca sollte nach Ansicht von SPD-Bundestagsabgeordneten Uli Grötsch für Lehrer und Erzieher genutzt werden. "Jetzt muss das heißen, dass neben chronisch Kranken aus der Altersgruppe bis 65 vor allem Ktia- und Lehrpersonal prioritär mit diesem Impfstoff geimpft wird. Sie müssen in der Impfgruppe entsprechend nach vorne rücken", sagte der Generalsekretär der bayerischen SPD am Freitag der dpa in München.
| dpa
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Medizinisches Personal befüllt eine Spritze mit dem Corona-Impfstoff.
Medizinisches Personal befüllt eine Spritze mit dem Corona-Impfstoff. © Owen Humphreys/PA Wire/dpa/Symbolbild
München/Berlin

Die Empfehlung der Ständigen Impfkommission mache eine Neubewertung der Impfprioritäten notwendig und sei eine Chance, diese neu zu justieren, sagte Grötsch. "Auch ältere Schüler, für die die Vakzine zugelassen sind, gehören in diese Gruppe. In den Schulen zementieren sich gerade ungleiche Lebensverhältnisse für eine ganze Generation."

Mit dem Impfstoff, der für die Hochrisikogruppe der über 80-Jährigen nicht tauge, müsse in Schulen für eine baldige Rückkehr zum Regelunterricht gesorgt werden. Wenn analog zur reduzierten Anzahl an Impfdosen in der EU auch Deutschland nur mit rund 37 Prozent der bestellten Menge rechnen könne, gebe es noch 19 Millionen Dosen. "Damit könnten wir jungen Menschen in unserem Land wieder eine Perspektive bieten und dem weiteren Auseinanderdriften von Lebenschancen entgegensteuern", sagte Grötsch.

© dpa-infocom, dpa:210129-99-221059/3

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