SPD fordert: Absage der Faschingsferien zurücknehmen

Die Landtags-SPD hat die Staatsregierung aufgefordert, die kurzfristige Absage der diesjährigen Faschingsferien zurückzunehmen. Vor allem in Zeiten des Distanzunterrichts brauchten Familien dringend Erholungspausen. "Gerade jetzt sind die Schülerinnen und Schüler, die Lehrkräfte und Eltern durch das anstrengende Distanzlernen besonders gefordert und belastet. Alle haben Erholung dringend nötig", sagte die bildungspolitische Sprecherin Margit Wild am Montag.
| dpa
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Michael Piazolo (Freie Wähler), Kultusminister von Bayern.
Michael Piazolo (Freie Wähler), Kultusminister von Bayern. © Sven Hoppe/dpa/Archivbild
München

Die Winterferien 2002 seien einst eingeführt worden, um eine Erholungspause in der langen Phase zwischen Weihnachten und Ostern zu schaffen. Das Streichen dieser Erholungspause ausgerechnet mitten in einer Zeit, die durch die Pandemie besonders für Schüler und Eltern anstrengend und kräftezehrend sei, sei "eine zusätzliche Belastung für die Familien, die nicht hingenommen werden kann", heißt es in einem Antrag, den die SPD in den Landtag eingebracht hat. Elf Wochen in Distanz-, Wechsel- und eventuell Präsenzunterricht ohne eine Pause zum Durchschnaufen seien zudem für den Lernerfolg kontraproduktiv.

Wild kritisierte dabei gezielt Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler): "Die Streichung der Ferien zeigt deutlich die Ignoranz des Ministers gegenüber den Belastungen des Lernens zu Hause", sagte sie. "Wertschätzung und Anerkennung für die Arbeit der Lehrkräfte und der Schülerinnen und Schüler und Eltern sieht anders aus."

© dpa-infocom, dpa:210125-99-164463/2

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