Sorge um verletzte Katzen im unterfränkischen Güntersleben

Mit aufgeschnittenen Pfoten oder abgeschnittenem Ohr kommen sie zurück nach Hause - manche verschwinden: Im unterfränkischen Güntersleben wächst die Sorge, dass ein Tierquäler unterwegs ist. Vor einem Jahr erstattete die erste Bewohnerin wegen ihres verletzten Katers Anzeige gegen Unbekannt, wie die Polizei am Freitag bestätigte. Zuvor berichtete die "Main-Post".
| dpa
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Güntersleben

Die Anzeige sei nach intensiven Ermittlungen - unter anderem wegen Vergehens gegen das Tierschutzgesetz - gegen Unbekannt bei der Staatsanwaltschaft Würzburg vorgelegt worden.

Bei einer Katze stellte laut "Main-Post" ein Tierarzt fest, dass ihre aufgeschnittenen Pfoten so aussehen, als wären die Verletzungen mit einer Klinge verursacht worden. Das verletzte Tier musste nach dem Vorfall im Sommer 2019 operiert werden. Einen Tag vor Weihnachten 2020 verschwand es erneut - seither fehle jede Spur.

Wie viele Katzen in Güntersleben (Landkreis Würzburg) vermisst werden, kann die Polizei nicht beantworten. "Nicht alle vermissten Katzen werden bei der Polizei gemeldet und die Polizei führt auch keine Statistik darüber", heißt es in einem Statement. Bei einem Verschwinden müsse nicht zwingend eine Straftat vorliegen. Ermittlungen seien schwierig, denn die Tiere könnten woanders wohlauf leben oder überfahren und nicht gefunden worden sein.

Drei geköpfte Katzen sorgten zu Wochenbeginn im Süden Bayerns, im oberbayerischen Neuburg an der Donau, für Entsetzen. Es spreche nichts dafür, dass es ein Unfall gewesen sei, sondern dass jemand sie enthauptet habe, sagte ein Polizeisprecher. Der Tierschutzbund stellte nach eigenen Angaben Strafanzeige gegen Unbekannt und setzte eine Belohnung von 2000 Euro für Hinweise aus. Ermittlungen wurden eingeleitet.

Anfang Januar hatte ein Video für Aufregung gesorgt, auf dem zu sehen sein soll, wie eine Jägerin eine in einer Lebendfalle gefangene Hauskatze mit mehreren Kopfschüssen tötet. Die Polizei ermittelt nach dem Vorfall in einem Wald bei Zusmarshausen nahe Augsburg wegen möglicher Verstöße gegen das Tierschutzgesetz.

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