Söder warnt vor Delta-Variante: US-Hersteller angesprochen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat im Kampf gegen die Corona-Pandemie vor der Ausbreitung der zunächst in Indien aufgetretenen Delta-Variante gewarnt. Obwohl Großbritannien eine vergleichsweise hohe Impfquote aufweise, breite sich die Variante dort stark aus und führe zu steigenden Inzidenzen, sagte Söder am Freitag bei einem deutsch-türkischen Impftag in Nürnberg.
| dpa
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Markus Söder (CSU) während seiner Begrüßungsrede im Innenhof der Eyüp-Sultan-Moschee.
Markus Söder (CSU) während seiner Begrüßungsrede im Innenhof der Eyüp-Sultan-Moschee. © Daniel Vogl/dpa
Nürnberg

Umso wichtiger sei es, in Deutschland weiter mit ungehindertem Tempo zu impfen. "Impfen ist die einzige echte Langzeitstrategie gegen Corona", sagte Söder. Laut Studien ist die Wirksamkeit der derzeit zugelassenen Impfstoffe gegen die Delta-Variante im Vergleich zu anderen Virus-Varianten zwar leicht abgeschwächt, aber immer noch sehr hoch.

"Wir sind ein Stück weit im Wettlauf mit Mutationen", sagte Söder. Deshalb sei es notwendig, noch schneller zu impfen, auch in der Breite. Söder forderte die US-Hersteller von Impfstoffen auf, ihren Lieferverpflichtungen Deutschland und Europa gegenüber nachzukommen.

"Ich bin sehr dafür, dass wir überall in der Welt Impfstoffe weitergeben", sagte Söder mit Blick auf Berichte aus den USA, die eine halbe Milliarde Impfdosen an andere Länder abgeben wollen. Aber im Moment sei es so, dass nicht alle Zusagen eingehalten würden.

© dpa-infocom, dpa:210611-99-952264/2

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