Söder kritisiert Schäuble und nimmt Merkel in Schutz

CSU-Chef Markus Söder hat Kanzlerin Angela Merkel gegen Kritik von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (beide CDU) in Schutz genommen. Schäuble hatte im "Tagesspiegel" (Sonntag) erklärt, dass er in Merkels Entscheidung, 2018 den CDU-Vorsitz abzugeben, einen Grund für das "enge Rennen" zwischen Union und SPD sieht. Dazu sagte Söder am Montag nach einer CSU-Vorstandssitzung in München, ohne selbst Schäubles Namen zu nennen: Es sei nicht sinnvoll, jetzt irgendwelche Diskussionen über die Vergangenheit zu führen. Alles "Was wäre wenn" und alle "klugen Analysen", die nun getätigt würden, seien jetzt fehl am Platz. "Sondern jetzt heißt es kämpfen. Und jeder sollte genau überlegen, was sein Beitrag sein kann oder was sein Beitrag war, um einen gemeinschaftlichen Erfolg zu erbringen."
| dpa
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Markus Söder, CSU-Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Bayern, spricht.
Markus Söder, CSU-Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Bayern, spricht. © Peter Kneffel/dpa
München

Merkel sei in jedem Ranking die mit Abstand beliebteste Politikerin in Deutschland, betonte der CSU-Chef, und zwar eindeutig. Deswegen sei ihr Auftreten für die Union und für Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) "jedes Mal ein Gewinn, und nicht das Gegenteil". "Deswegen sollten wir uns dankbar schätzen, dass sie in unseren Reihen ist."

© dpa-infocom, dpa:210920-99-289513/2

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