Söder kritisiert Parteien für mangelnde Kooperation

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die politischen Parteien in Deutschland zum Zusammenhalt im Kampf um die Corona-Krise aufgefordert. "Es gibt nicht nur die AfD, auch andere politische Kräfte, die tagtäglich versuchen, die gesamten Maßnahmen zu relativieren und die Bevölkerung nahezu aufrufen, nicht mitzumachen", sagte Söder am Montag vor einer CSU-Vorstandssitzung in Nürnberg. Unter anderem hatte zuletzt der FDP-Vorsitzende Christian Lindner erklärt, man solle die Corona-Lage "nicht überdramatisieren".
| dpa
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Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern.
Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern. © Stefanie Loos/AFP POOL/dpa/Archiv
Nürnberg

Söder sieht dagegen eine extrem schwierige Situation auf Deutschland zukommen. Die Lage sei ernster als im Frühjahr, unter anderem weil der Winter vor der Tür stehe und ein Ausweichen ins Freie schwieriger sei. Politisch habe es bei der ersten Pandemiewelle "viel mehr Einigkeit, viel mehr Rückendeckung" gegeben, sagte Söder. "Der gesamte Erfolg der Corona-Pandemiewelle wird nicht definiert durch Verordnungen oder Bußgelder, sonder ganz entscheidend von der Bereitschaft der Bevölkerung, mitzumachen", sagte Söder.

FDP-Generalsekretär Volker Wissing schrieb in Erwiderung auf Söder im Kurznachrichtendienst Twitter: "Schwindet die Akzeptanz für Corona-Maßnahmen, ist das kein Versagen der Opposition, sondern der Regierung. Wie wäre es mit weniger Unheil-Geraune und dafür mehr Kommunikation, Transparenz und Information?"

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