Söder: Fraktion ist wichtiges Gremium bei Kandidatenkür

CSU-Chef Markus Söder hat der Unionsfraktion im Bundestag eine wichtige Rolle bei der Suche des Kanzlerkandidaten von CDU und CSU eingeräumt.
| dpa
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Markus Söder(CSU) kommt neben CSU-Generalsekretär Markus Blume zur Sitzung der CDU/CSU Fraktion am Bundestag an.
Markus Söder(CSU) kommt neben CSU-Generalsekretär Markus Blume zur Sitzung der CDU/CSU Fraktion am Bundestag an. © Michael Kappeler/dpa
Berlin

"Es gibt nur ein Gremium, das gemeinsam tagt und als gemeinsames Gremium wahrgenommen wird", sagte Söder nach Angaben aus Teilnehmerkreisen am Dienstag in der Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag. Dies sei eine Frage von Respekt und Anstand. "Für mich gehört es zur Selbstverständlichkeit, dass Abgeordnete gehört werden und deswegen bin ich heute da."

Söder betonte, die Union müsse "alles unternehmen, um so stark wie möglich zu sein und um so viele Abgeordnete wie möglich in den Bundestag zu bekommen". Mit Blick auf einen möglichen Wahlsieg der Grünen sagte Söder: "Ist man Juniorpartner, bleibt man Juniorpartner. Und das kann nicht unser Anspruch sein."

Er habe nichts gegen SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz und das Grüne-Führungsduo Robert Habeck sowie Annalena Baerbock, "aber denen dürfen wir unser Land nicht überlassen", sagte Söder. Für einen Wahlsieg in dieser für die Union sehr kritischen Phase brauchten CDU und CSU die "maximal beste Aufstellung, um erfolgreich zu sein - nicht nur die angenehmste".

Die Union dürfe nicht dem Zeitgeist hinterherlaufen, dann sei es zu spät. "Wir müssen ihn repräsentieren. Wir müssen auf der hellen Seite der Macht stehen", sagte Söder den Angaben von Teilnehmern zufolge. Wahlen seien persönlichkeitsgeprägt und Fernsehduelle spielten eine wichtige Rolle. "Wir brauchen ein gutes Team, aber Spitze ist auch entscheidend."

Söder verteidigte erneut sein Vorgehen in der Kandidatensuche, "nichts daran ist unfair", betonte er und verwies auf "gute Gespräche mit Armin". Beide seien bereit, Verantwortung zu übernehmen. Für ihn sei aber auch klar, dass Umfragen eine große Rolle spielten.

"Ich bin bereit, und wenn die CDU das breit unterstützt", sagte Söder. Sollte am Ende doch Laschet als Kanzlerkandidat antreten, habe dieser seine "volle Unterstützung". Umgekehrt hoffe er aber auch, dass dies für den Fall seiner Kandidatur gelte. Die Union könne nur als Team erfolgreich sein. "Mein Angebot steht. Ich werde nicht kneifen", wird Söder weiter zitiert.

© dpa-infocom, dpa:210413-99-189103/3

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