Seniorinnen grundlos Insulin gespritzt: Haftstrafe gefordert

Wegen zweifachen Mordversuchs an dementen Seniorinnen will die Staatsanwaltschaft Würzburg eine Altenpflegerin drei Jahre und drei Monate ins Gefängnis schicken. Die Angeklagte habe heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen gehandelt, sagte Oberstaatsanwalt Thorsten Seebach am Dienstag vor dem Landgericht Würzburg. Die 49-Jährige habe "das Vertrauensverhältnis in Pflegekräfte in besonders verwerflichem Maß missbraucht".
| dpa
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Die Angeklagte wird in den Gerichtssaal geleitet.
Die Angeklagte wird in den Gerichtssaal geleitet. © Nicolas Armer/dpa/archivbild
Würzburg

Die Pflegerin soll laut der Anklage im November 2020 in einem Seniorenheim in Volkach (Landkreis Kitzingen) den 81 und 85 Jahre alten Frauen Insulin verabreicht haben, obwohl sie gar nicht berechtigt war, Medikamente oder Spritzen zu geben. Sie kamen in lebensgefährlichem Zustand ins Krankenhaus, wurden aber nach wenigen Tagen wieder entlassen.

Der Verteidiger der Angeklagten plädierte auf zweifache gefährliche Körperverletzung und forderte eine Strafe im bewährungsfähigen Bereich von höchstens zwei Jahren. Die 49-Jährige bat im Prozess um Verzeihung. "Es tut mir von Herzen leid." Das Urteil sollte am Nachmittag fallen.

© dpa-infocom, dpa:211012-99-567211/2

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