Seltener Eiszeitkäfer in Bayern und Hessen entdeckt

Unter einer Schneedecke fühlt er sich wohl: Ein seltener Eiszeitkäfer ist erstmals seit über zwei Jahrzehnten in Bayern und Hessen entdeckt worden. Der nur drei Millimeter kleine Winzling sei deutschlandweit vom Aussterben bedroht, teilte das Unesco-Biosphärenreservat Rhön am Mittwoch mit. In Mitteleuropa komme der Eiszeitkäfer damit nur in der Rhön vor.
| dpa
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Hausen/Hilders

Der Eiszeitkäfer mit dem wissenschaftlichen Namen "Boreaphilus henningianus" lebt in feuchtem Moos und unter Laub. "Bevorzugt unter einer dicken Schneeschicht", schreibt das Biosphärenreservat. Wissenschaftler vermuten, der Käfer sei während der letzten Eiszeit in Mittel- und Nordeuropa weit verbreitet gewesen. Heutzutage lebt der Kurzflügelkäfer in kalten Regionen wie der norwegische Fjell, der westrussischen Tundra und dem Hochgebirge Kasachstans.

Die Bayerischen Verwaltung des Unesco-Biosphärenreservats Rhön konnte den Käfer in diesem Winter im Schwarzen Moor nachweisen. Kurz zuvor hatte der Landesverband für Höhlen- und Karstforschung Hessen e.V. den Käfer im Naturschutzgebiet Schwarzwald bei Wüstensachsen (Landkreis Fulda) entdeckt.

© dpa-infocom, dpa:210210-99-383174/2

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