Schicksal eines Vermissten in Höllentalklamm weiter unklar

Nicht zum ersten Mal rauscht nach starkem Regen eine Welle durch die Höllentalklamm an der Zugspitze - doch dieses Mal kostet sie Menschenleben: Eine Frau ist tot, ein weiterer Mensch wird noch vermisst.
| dpa
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Einsatzfahrzeuge der Polizei stehen am Eingang zur Höllentalklamm.
Einsatzfahrzeuge der Polizei stehen am Eingang zur Höllentalklamm. © Lennart Preiss/dpa/Archivbild
Grainau

Nach der Flutwelle in der Höllentalklamm an der Zugspitze und dem Fund einer Frauenleiche ist das Schicksal eines zweiten Vermissten weiter unklar. Wie es weitergeht, wollen die Rettungskräfte am Mittwoch entscheiden. Am späten Dienstagnachmittag hatten sie die Suche eingestellt. Zuvor war eine Frau tot aus dem Wasser geborgen worden. Unklar war zunächst noch, wer die Frau ist - und wer der noch Vermisste.

"Trotz des großen Einsatzes vieler ehrenamtlicher Berg- und Wasserretter konnte die zweite vermisste Person nicht aufgefunden werden", erläuterte der Einsatzleiter des Bayerischen Roten Kreuzes, Hans Steinbrecher. "Dabei wurden alle relevanten und denkbaren Bereiche mehrfach abgesucht." Rund 150 Helfer waren im Einsatz; ein Hubschrauber und mehrere Drohnen hatten aus der Luft die Suche nahe Grainau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen unterstützt. "Leider blieben alle erdenklichen Maßnahmen ohne Erfolg."

Sollte sich die Person noch in der Klamm befinden, gebe es angesichts der seit dem Unglück verstrichenen Zeit und der großen Wassermassen wenig Hoffnung, sie lebend zu finden, hieß es am Dienstagabend bei der Polizei.

Acht Menschen waren am Montagabend nach dem Unglück weitgehend unverletzt aus der Klamm nahe Grainau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen gerettet worden. Die beiden zuletzt Vermissten hatten Augenzeugen zufolge auf einer Holzbrücke über den Hammersbach am oberen Ausgang der Klamm gestanden, als die Welle kam. Die Brücke wurde demnach überspült oder teils weggerissen.

Die Staatsanwaltschaft München II leitete Vorermittlungen ein. Es werde geprüft, ob eine Straftat im Raum stehe, etwa fahrlässige Tötung, sagte eine Sprecherin. Gegen konkrete Personen richteten sich die Überprüfungen bisher aber nicht.

© dpa-infocom, dpa:210817-99-875246/5

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