Regnerischer Sommer bringt gute Aussichten für Christbäume

Über Sommerwetter konnten sich Urlauber im Freistaat während der Ferien selten freuen. Doch das trübe Wetter bringt gute Aussichten fürs Jahresende: besonders grüne und haltbare Christbäume. Eine Angst treibt die Anbieter trotzdem um.
| dpa
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Zukünftige Weihnachtsbäume wachsen knapp vier Monaten vor Weihnachten auf einer Plantage.
Zukünftige Weihnachtsbäume wachsen knapp vier Monaten vor Weihnachten auf einer Plantage. © Peter Kneffel/dpa
Ergolding

Regen als Segen für Bayerns Christbäume: Käufer dürfen in gut drei Monaten mit besonders grünen und haltbaren Tannen aus dem Freistaat rechnen. "Die Nadelfarbe ist sehr gut - ein schönes, dunkles Grün", sagte der Vorsitzende des Vereins Bayerische Christbaumanbauer, Thomas Emslander, in Ergolding. "Wir gehen auch davon aus, dass die Nadelhaltbarkeit wegen der vielen Regenfälle sehr gut ist." Selbst wenn in den kommenden Wochen eine Trockenperiode folge, könne diese den bayerischen Bäumen wohl nichts mehr anhaben.

Die vielen Regenfälle haben den Anbauern aber auch Herausforderungen beschert. Laut Emslander müssen sie nicht nur häufiger zwischen den Bäumen Gras und Unkraut mähen, sondern auch darauf achten, dass die Spitzen der Bäume wegen des raschen Wachstums nicht zu lang werden. Das Gleiche gelte für die Abstände zwischen den Zweigen, sagte Emslander: "Die dürfen nicht zu groß werden, sonst sieht man ja die Schwiegermutter auf der anderen Seite."

Eine Angst treibt die bayerischen Christbaum-Anbauer aber trotz der guten Aussichten um: die vor einem weiteren Lockdown. "Als der im vergangenen Jahr begonnen hat, haben ganz viele Betriebe nach zwei sehr guten Adventswochenenden massive Umsatzrückgänge gehabt", sagte Emslander. Auch durch die Bewirtung von Kunden, die normalerweise 15 bis 20 Prozent der Umsätze ausmache, habe man nichts eingenommen.

Die ersten Christbäume aus Bayern wollen die Anbauer demnach am ersten Adventswochenende Ende November anbieten. Offizieller Verkaufsstart sei aber erst am 6. Dezember. Laut Emslander sollen die Preise gegenüber dem Vorjahr stabil bleiben, damals waren pro Meter Nordmann-Tanne aus dem Freistaat 18 bis 25 Euro fällig.

Im Freistaat werden nach Angaben des Vereins jedes Jahr rund vier Millionen Christbäume verkauft, die meisten stammen aus eigens dafür angelegten Kulturen. Seit vielen Jahren sei die Nordmanntanne der mit Abstand beliebteste Baum, gefolgt von der Blaufichte.

© dpa-infocom, dpa:210828-99-999038/2

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