Regierung genehmigt schwäbische Sparkassenfusion

Bayern bekommt eine neue Großsparkasse: Die Kreissparkasse Augsburg und das Schwesterinstitut Memmingen-Lindau-Mindelheim haben von der Regierung von Schwaben grünes Licht für eine Fusion bekommen. Die Genehmigung zum Zusammenschluss zur neuen Sparkasse Schwaben-Bodensee sei erteilt, gab die Bezirksregierung am Donnerstag bekannt.
| dpa
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Ein Mann geht an einer Filiale der Sparkasse vorbei.
Ein Mann geht an einer Filiale der Sparkasse vorbei. © Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild
Augsburg

Die Kreissparkasse Augsburg ist mit einer Bilanzsumme von gut 3,9 Milliarden Euro laut Rangliste des Sparkassenverbands bislang Nummer 113 in Deutschland (Stand 2020). Die größere Kreissparkasse Memmingen-Lindau-Mindelheim liegt mit etwas mehr als fünf Milliarden auf Platz 77.

Mit gemeinsam etwa neun Milliarden Euro Bilanzsumme rücken sie unter die Top 30 der Sparkassen-Institute bundesweit auf. Sie zählen damit auch zu den größten Sparkassen in Bayern.

Damit sind die Versuche von Fusionsgegnern gescheitert, den Zusammenschluss zu verhindern. Laut Regierung sind die Fusionsbeschlüsse rechtlich einwandfrei.

Ende 2020 gab es noch 376 Sparkassen in Deutschland, nur 22 davon hatten Bilanzsummen in zweistelliger Milliardenhöhe. Die Zahl der kommunalen Geldhäuser schrumpft seit Jahrzehnten, da es jedes Jahr Fusionen gibt. Die Sparkasse Memmingen-Lindau-Mindelheim ist ebenfalls das Ergebnis früherer Zusammenschlüsse.

Getrieben ist die Entwicklung hauptsächlich durch Kostendruck. Verschärft wurde dies in den vergangenen Jahre durch die Nullzinspolitik der EZB, die die Gewinne der Sparkassen schrumpfen lässt.

© dpa-infocom, dpa:210805-99-730753/3

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