Reformer: Voderholzer mit "Affront gegen Synodalen Weg"

Die katholische Reformbewegung "Wir sind Kirche" wirft dem Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer "einen gezielten Affront gegen den "Synodalen Weg"" vor. Sein Vorgehen sei darüber hinaus auch "ein starker Affront gegen die anderen deutschen Bischöfe", sagte "Wir sind Kirche"-Sprecher Christian Weisner der Deutschen Presse-Agentur in München.
| dpa
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Rudolf Voderholzer, Bischof von Regensburg, betet.
Rudolf Voderholzer, Bischof von Regensburg, betet. © Arne Dedert/dpa
Regensburg/München

Der konservative Bischof Voderholzer, der als Gegner des "Synodalen Weges" gilt, hatte am Freitag aus Unzufriedenheit mit dem Reformprozess eine Homepage mit alternativen Ideen gestartet - und schwere Kritik an der Reformdiskussion geübt. "Die Zusammensetzung der Foren der Synode und ihre Diskussionskultur erschweren einen angemessenen Dialog", ließ er über sein Bistum mitteilen.

Im Rahmen des Reformprozesses tauschen sich Kirchenleute und Laien über Fragen der katholischen Sexualmoral, der Zukunft des Priesteramtes und der Rolle von Frauen in der Kirche aus.

Bischof Voderholzer und die anderen Leute, die hinter der Homepage stehen und Beiträge dafür verfassten, haben aus Sicht Weisners "immer noch nicht den Ernst der dramatischen Lage erkannt, die durch sexualisierte Gewalt und geistlichen Missbrauch sowie deren jahrzehntelange Vertuschung entstanden ist". Die deutschen Bischöfe müssten sich jetzt auf ihrer für den 20. bis 23. September geplanten Herbstvollversammlung in Fulda "erneut und mit aller Kraft zu diesem dringend notwendigen Reformprozess bekennen, wenn der nicht zur Farce werden soll", betonte Weisner.

Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) wollte den Voderholzer-Vorstoß nicht kommentieren. "Wir haben das zur Kenntnis genommen", sagte DBK-Sprecher Matthias Kopp. Die Sprecherin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Britta Baas, sagte auf Anfrage: "Mitglieder der Synodalversammlung - und Herr Voderholzer ist ja ein solches - können sich gemäß der Satzung und der Geschäftsordnung des Synodalen Weges einbringen. Wenn Mitglieder diesen Weg nicht wählen, nehmen wir das zur Kenntnis, kommentieren das aber nicht weiter."

© dpa-infocom, dpa:210904-99-89439/2

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