Razzia gegen illegale Beschäftigung durch Reinigungsfirma

Wegen des Verdachtes der illegalen Beschäftigung und willkürlicher Lohnkürzungen durch eine Reinigungsfirma haben über 400 Einsatzkräfte des Zolls, der Polizei und der Ausländerbehörden in mehreren Bundesländern zahlreiche Objekte überprüft. Zeitgleich seien am Mittwoch im Auftrag der Staatsanwaltschaft Krefeld 31 Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt worden, teilte das Hauptzollamt Krefeld mit. So hätten Beamte in etwa 15 Hotels die Personalien von Reinigungskräften überprüft, die als Mitarbeiter der Firma dort tätig seien. Schwerpunkte der Razzia seien Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Niedersachsen und Bayern gewesen. Die Reinigungsfirma sei überwiegend im Hotelzimmerbereich tätig.
| dpa
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Ein Beamter trägt während seines Dienstes eine Schutzweste mit der Rückenaufschrift "Zoll".
Ein Beamter trägt während seines Dienstes eine Schutzweste mit der Rückenaufschrift "Zoll". © Markus Scholz/dpa/Symbolbild
Krefeld

Die Maßnahmen richteten sich gegen drei Beschuldigte im Alter von 41 bis 70 Jahren mit deutscher Staatsangehörigkeit. Den verantwortlich Handelnden der Reinigungsfirma werde unter anderem Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt sowie illegale Ausländerbeschäftigung vorgeworfen. Sie sollen die in der Hotelbranche eingesetzten Reinigungskräfte untertariflich entlohnt und bei ihnen willkürliche Lohnkürzungen vorgenommen haben. Die Entlohnung stehe im auffälligen Missverhältnis zur geleisteten Arbeitszeit. Zur Verschleierung sollen laut Zoll Arbeitszeitaufzeichnungen falsch geführt worden sein.

Zudem sollen vor allem ausländische Personen beschäftigt worden sein, die sich illegal im Bundesgebiet aufgehalten haben oder keine Arbeitserlaubnis besitzen. Die Beschäftigung sei dabei unter Alias-Personalien erfolgt. "Nach den bisherigen Feststellungen liegt es nahe, dass die Zwangslage der Arbeitnehmer, die in großer Abhängigkeit zu den Arbeitgebern stehen, ausbeuterisch ausgenutzt wurde", sagte eine Zoll-Sprecherin. Bei den Durchsuchungen seien unter anderem Computer und Mobiltelefone beschlagnahmt worden.

© dpa-infocom, dpa:211117-99-34690/2

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