Protest gegen Airbus-Umbaupläne bei Zuliefertochter

Die IG Metall hat die Beschäftigten der Airbus-Tochter Premium Aerotec in Augsburg zum Protest gegen den geplanten Konzernumbau aufgerufen. Bei einem bundesweiten Aktionstag unter dem Motto "Finger weg von unseren Standorten!" sollen am Dienstag (12.00 Uhr) auch die Augsburger Beschäftigten dem Airbus-Management buchstäblich die Rote Karte zeigen.
| dpa
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Augsburg

Der bayerische IG-Metall-Chef Johann Horn sagte am Montag: "Der geplante Konzernumbau ist de facto eine Zerschlagung von Premium Aerotec, die nur Sinn macht, wenn ein Verkauf geplant ist. Die Arbeitsplätze in Augsburg würden unmittelbar in einen Konkurrenzkampf mit Billigstandorten und damit unter massiven Verlagerungsdruck geraten."

Airbus will für die Produktion von Verkehrsflugzeugen neue Einheiten und Tochterunternehmen gründen. "In Augsburg wären rund 1700 der 2700 Beschäftigten von diesen Ausgliederungen betroffen", teilte die Gewerkschaft mit. Dort fertigt die Airbus-Tochter Bauteile und Rumpfsegmente für die Flugzeuge des Konzerns. Proteste sind auch an den norddeutschen Konzern-Standorten Hamburg, Bremen, Stade, Nordenham und Varel geplant.

Horn kündigte an, die IG Metall und die Beschäftigten würden sich gegen die Pläne wehren. Die Regierungen in Bayern und im Bund müssten sicherstellen, dass Fördergelder nicht für Stellenabbau eingesetzt würden, sondern zur Sicherung von Arbeitsplätzen. Der Augsburger IG-Metall-Chef Michael Leppek forderte den Konzern auf, die Wertschöpfungskette und Standorte zu stärken und Kernkompetenzen zu nutzen.

© dpa-infocom, dpa:210517-99-633779/2

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