Priester: Segnung homosexueller Paare gehört zu Kirchenleben

Der Münchner Pfarrer Wolfgang Rothe will mit seinem Segnungsgottesdienst für homosexuelle Paare "ein Zeichen setzen". "Mein Anliegen ist, das aus den kirchlichen Hinterhöfen rauszuholen - dahin, wo es hingehört: mitten in das kirchliche Leben", sagte er der Deutschen Presse-Agentur vor dem geplanten Gottesdienst am Sonntag in der Münchner Kirche St. Benedikt.
| dpa
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München

Katholische Priester überall in Deutschland wollen unter dem Motto #liebegewinnt Segnungsgottesdienste für alle liebenden Paare anbieten - egal ob schwul, lesbisch oder heterosexuell. Es ist ein orchestrierter Protest gegen das vor kurzem von der Glaubenskongregation im Vatikan ausgesprochene, kategorische Verbot, homosexuelle Paare zu segnen.

Rund um den Hauptaktionstag am 10. Mai - eine Woche vor dem Internationalen Tag gegen Homophobie - sind in einer Online-Liste Gottesdienste überall in Deutschland eingetragen. Gesegnet wird von Aachen bis Zornheim, von München über Würzburg, Frankfurt, Köln und Berlin bis Quakenbrück. Klare Schwerpunkte liegen im Norden und Westen. Nur vier offiziell angekündigte Segnungsmessen gibt es in Bayern - drei in Würzburg und die mit Priester Rothe in München.

Die Segnungsgottesdienste sind der vorläufige Höhepunkt einer Welle, die der Vatikan unter vielen Katholiken in Deutschland und inzwischen auch unter katholischen Priestern mit seinem Nein ausgelöst hat. Angst vor Konsequenzen habe er nicht, sagt Priester Rothe: "Wir schwimmen auf einer Woge der Sympathie."

© dpa-infocom, dpa:210509-99-527765/2

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