Positiver Trend auf dem Arbeitsmarkt: Aber Azubis fehlen

Mit dem erhofften Ende der Corona-Pandemie rückt für die Unternehmen wieder der Fachkräftemangel in der Vordergrund. In den kommenden Jahren werden Scharen von Arbeitnehmern aus den geburtenstarken 1960er Jahren in Rente gehen. Aber es fehlt Nachwuchs.
| dpa
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München

Vor Veröffentlichung der neuen Arbeitslosenzahlen für Bayern rechnen Fachleute mit einem positiven Trend. Der Rückgang der arbeitslos Gemeldeten könnte sich demnach fortgesetzt haben. Im September war die Zahl der Menschen ohne Job in Bayern um 4,7 Prozent auf 241.254 zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote sank damit auf 3,2 Prozent. Die Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht am Vormittag (10.00 Uhr) die Zahlen für Oktober.

Gleichzeitig wollen Arbeitsagentur, Kammern und DGB in München die Lehrstellenbilanz des Herbstes vorstellen. Dabei zeichnet sich ein Trend ab, der für jugendliche Schulbewerber ebenso erfreulich wie für ausbildende Unternehmen problematisch ist.

Denn der seit Jahren anhaltende Rückgang der Bewerberzahlen hat sich nach den bisher vorliegenden Zahlen im Sommer fortgesetzt. Demnach hat die Corona-Pandemie zwar die Ausbildungsbereitschaft mancher Betriebe gedämpft. Dennoch werden voraussichtlich auch in diesem Jahr zahlreiche Lehrstellen unbesetzt bleiben. Die Bewerberzahlen gehen nach Angaben der IHK für München und Oberbayern schneller zurück als die Zahl der Ausbildungsplätze. Hauptursache ist der demografische Wandel: Seit einigen Jahren gibt es immer weniger Schulabgänger in Bayern. Gleichzeitig gehen viele Realschüler mit dem Ziel eines Hochschulstudium nach der Mittleren Reife auf weiterführende Schulen.

Die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe sei nach wie vor hoch, sagte eine Sprecherin der Bundesagentur. Im Vergleich zum Vorjahr gebe es allerdings insgesamt weniger Lehrstellen sowie Bewerberinnen und Bewerber.

Auf dem Ausbildungsmarkt hat nun die Zeit der Nachvermittlung begonnen. Diese geht laut Sprecherin meist bis Dezember. Bewerberinnen und Bewerber haben demnach noch immer gute Chancen, fündig zu werden. Das gelte durchweg für alle Berufe.

© dpa-infocom, dpa:211028-99-766220/3

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