Polizeigewerkschaft entsetzt über Augsburger Krawalle

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Bayern zeigt sich entsetzt über die Randale in Augsburg nach dem EM-Sieg der deutschen Mannschaft über Portugal.
| AZ/dpa
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Polizisten stehen an einem Platz in der Innenstadt, wo sich Menschen zum Feiern versammelt haben.
Polizisten stehen an einem Platz in der Innenstadt, wo sich Menschen zum Feiern versammelt haben. © Andreas Herz/dpa/Archivbild

Augsburg/München - Der Landesvorsitzende Peter Pytlik sprach am Sonntag von "massiven Ausschreitungen" und sagte, man sei "enttäuscht über die Gewaltausbrüche von Jugendlichen und jungen Menschen".

Es gebe "vielfältige Gründe, die zu diesen Gewaltausbrüchen führten", sagte er. "Die wiedergewonnene Freiheit, die pandemiebedingte lange Feier-Abstinenz, kombiniert mit übermäßigen Alkoholkonsum und nicht zuletzt die übertriebene emotionale Reaktion auf den Sieg der deutschen Mannschaft. Dies ist anscheinend eine Gemengelage die sich mit der Eskalation in Augsburg und anderen Städten ihren Raum suchte."

In der Nacht zum Sonntag waren in Augsburg Polizisten und Feiernde verletzt worden, als die Beamten nach dem EM-Erfolg der deutschen Nationalmannschaft über Portugal eine Siegesfeier mit rund 1400 Menschen in der Innenstadt räumte. Es sollen Flaschen geflogen sein, die Polizei setzte Pfefferspray ein.

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Polizeigewerkschaft fordert Konsequenzen

Pytlik forderte Konsequenzen: "Diese jungen Menschen verstoßen absichtlich, vorsätzlich und mit einer unglaublichen Ignoranz gegen die Rechtsstaatlichkeit", sagte er. "Wer Polizistinnen und Polizisten, Rettungs- oder andere Hilfskräfte attackiert, muss die ganze Härte des Rechtsstaats spüren."

Das Phänomen sei neu. "Solche Handlungsmuster als Folge gruppendynamischer Prozesse, wie in den letzten Wochen feststellbar, gab es in dieser Form bisher nicht beziehungsweise nur äußerst selten", erklärte der GdP-Chef. "Offensichtlich haben einige junge Menschen den Realitätsbezug zwischen virtuellem Spielen und realem Handeln verloren."

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