Polizei warnt vor Betrugsmasche mit Lexikon-Bibliotheken

Die Polizei warnt vor einer Betrugsmasche, bei der ältere Menschen ein vermeintliches Kaufangebot für ihre Lexikotheken am Telefon erhalten. Tatsächlich gehe es den Tätern aber darum, den Senioren überteuerte Gegenstände oder Finanzierungen unterzujubeln, warnte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Vor allem im Raum Ansbach in Mittelfranken gab es in den vergangenen Wochen vermehrt solche Fälle.
| dpa
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Ein Blaulicht leuchtet an einer Polizeistreife.
Ein Blaulicht leuchtet an einer Polizeistreife. © Lino Mirgeler/dpa/Archivbild
Ansbach

Die Anrufer würden ihren Opfern zunächst erzählen, dass der Wert ihrer Lexika stark gestiegen sei. Damit der Verkauf aber zustande komme, müsse vorher noch ein Nachdruck einer "Mittelalterlichen Schrift" gekauft werden - dadurch würde der Verkaufspreis steigen.

Für den Kauf dieser Nachdrucke würden nicht selten Finanzierungen zu völlig überhöhten Zinsen angeboten oder vermittelt. Betroffene, die tatsächliches Interesse am Verkauf ihrer Sammlung zeigen und bereits den Nachdruck erworben haben, werden außerdem häufig zum Spielball weiterer Vertreter anderer Firmen, erläuterte die Polizei.

In einem Fall forderten die Täter ihr Opfer auf, die zum Verkauf stehenden Bücher wegen Corona zu desinfizieren. Dazu wurde dann ein Wasserstaubsauger verkauft.

Am Ende blieben die Betroffenen auf den neu dazugekauften und völlig überteuerten Schriften, ihrer Lexikothek und zum Teil auf Finanzierungen zu überhöhten Zinsen sitzen, hieß es.

© dpa-infocom, dpa:210429-99-403890/2

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