Plädoyers im Schweinfurter Baby-Mord-Prozess erwartet

Im Prozess um die mutmaßliche Tötung eines Neugeborenen werden heute die Plädoyers vor dem Landgericht Schweinfurt erwartet. Möglicherweise soll auch das Urteil verkündet werden, sagte ein Gerichtssprecher.
| dpa
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Eine Ausgabe des Strafgesetzbuchs und der Strafprozessordnung stehen in einem Gerichtssaal.
Eine Ausgabe des Strafgesetzbuchs und der Strafprozessordnung stehen in einem Gerichtssaal. © Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild
Schweinfurt

Die Staatsanwaltschaft wirft einer 27-Jährigen Mord vor. Die Deutsche habe die "bis zuletzt abgelehnte Schwangerschaft" ihrem Umfeld, auch dem Kindsvater, "nach Kräften" verheimlicht und auf einen Abort oder eine Totgeburt gehofft.

Im August 2020 gebar sie in ihrer Wohnung in Schweinfurt heimlich einen Jungen und versorgte das Baby nach der Geburt nicht. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es entweder erstickte, an Unterkühlung oder an einer Kombination aus beidem starb.

Die Angeklagte gab über ihren Anwalt vor Gericht an, dass sie bis zur Geburt den Gedanken an eine mögliche Schwangerschaft verdrängt hatte. Den Tod des Kindes bedauere sie zutiefst. Der Vater hatte das Baby leblos unter Kleidung und Handtüchern entdeckt.

© dpa-infocom, dpa:210804-99-710090/2

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