Pflege-Verbände lehnen Impfpflicht für Pflegende ab

Die von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ins Gespräch gebrachte Impfpflicht für Pflegekräfte wird von deren Berufsverbänden abgelehnt. "Die Impfung gegen Corona muss eine freiwillige Entscheidung jedes einzelnen Menschen bleiben, und das muss auch für die Pflegenden gelten", betonte die Geschäftsführerin des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe Südost, Marliese Biederbeck, am Dienstag.
| dpa
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ILLUSTRATION - Eine Flüssigkeit tropft aus der Kanüle einer Spritze.
ILLUSTRATION - Eine Flüssigkeit tropft aus der Kanüle einer Spritze. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild
München

Die Vereinigung der Pflegenden in Bayern sprach sich ebenfalls gegen eine solche Impfpflicht aus. Stattdessen brauche es mehr Aufklärung. Nur durch Überzeugung könne man einen wirksamen Schutz besonders gefährdeter Gruppen erreichen, erläuterte Verbandspräsident Georg Sigl-Lehner. "Auch wir können eventuell auftretende unerwünschte Nebenwirkungen der Impfung nicht einfach leugnen. Aber wir können ihnen die belegten und bekannten Risiken einer Corona-Infektion nüchtern entgegenhalten und so Überzeugungsarbeit leisten."

Das Bayerische Rote Kreuz, das zahlreiche Pflegeeinrichtungen und ambulante Pflegedienste im Freistaat betreibt, sieht die verhältnismäßig niedrige Impfbereitschaft unter den Pflegekräften ebenfalls in einer nicht ausreichenden Aufklärung begründet. Berechtigte Unsicherheiten und Fragen müssten daher ausgeräumt werden. "Eine Impfpflicht ist der falsche Weg."

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