Petroplus-Pleite nimmt gutes Ende für die Gläubiger

Die Milliardenpleite des Schweizer Raffineriekonzerns Petroplus im Jahr 2012 hat schlussendlich für die 1400 Gläubiger der deutschen Tochtergesellschaften ein gutes Ende genommen: Sie haben zum Abschluss des Insolvenzverfahrens fast sämtliches Geld zurückbekommen, wie Insolvenzverwalter Michael Jaffé am Donnerstag in München mitteilte. Das ist für Insolvenzverfahren sehr ungewöhnlich, im Durchchnitt bekommen Gläubiger weniger als zehn Prozent ihres Geldes zurück. Nach Jaffés Angaben wurden insgesamt 566 Millionen Euro bislang ausbezahlt.
| dpa
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Die Petroplus-Raffinerie in Ingolstadt (Oberbayern) im Abendlicht.
Die Petroplus-Raffinerie in Ingolstadt (Oberbayern) im Abendlicht. © Armin Weigel/dpa/Archivbild
München

Petroplus war ehedem ein in mehreren europäischen Ländern tätiger Raffineriekonzern, der in den Jahren vor der Insolvenz rasch expandierte, finanziert mit Krediten. 2012 verweigerten die Banken weitere Darlehen, anschließend mussten auch die drei deutschen Töchter Insolvenz anmelden. Das waren im Einzelnen die Hauptgesellschaft Petroplus Deutschland, eine große Raffinerie in Kösching bei Ingolstadt und die für das Geschäft im Freistaat tätige Petroplus Bayern.

Im Hauptinsolvenzverfahren der Petroplus Deutschland bekamen die Gläubiger laut Jaffé 97 Prozent ihres Geldes zurück, wobei ein Nachschlag noch aussteht. In den beiden kleineren Insolvenzverfahren lag die Quote sogar bei 100 Prozent. Die Raffinerie war noch im Jahr 2012 vom zypriotischen Ölhandelskonzern Gunvor gekauft worden, der diese nach wie vor betreibt.

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