Passion: Bedford-Strohm lenkt Blick auf weltweites Leid

Der evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm hat im Eröffnungsgottesdienst zu den Passionsspielen in Oberammergau an das Leid in der Welt erinnert. "Man kann die Passionsspiele in diesen Tagen jedenfalls nicht einfach nur als Historienspiel sehen. Viel zu sehr stehen die Passionen der Menschen heute direkt vor Augen", sagte Bedford-Strohm am Samstag in seiner Predigt mit Blick auf Menschen in Krisen- und Kriegsgebieten wie in der Ukraine oder dem Jemen.
| dpa
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Heinrich Bedford-Strohm, Landesbischof der evangelischen Kirche in Bayern.
Heinrich Bedford-Strohm, Landesbischof der evangelischen Kirche in Bayern. © Mohssen Assanimoghaddam/dpa
Oberammergau

"Das Leiden Jesu mitzufühlen, das macht eines klar, Gewalt kann nie gerechtfertigt werden", sagte der Landesbischof weiter. Waffen könnten deswegen auch nie gesegnet werden und nie Frieden schaffen. Zugleich könne man nicht zusehen, wenn Menschen der brutalen Gewalt eines Aggressors schutzlos ausgeliefert seien und am Ende nur das Recht des Stärkeren stehe.

Nach zwölf Jahren ist Oberammergau wieder Schauplatz der Passionsspiele. Zur mehr als fünfstündigen Premierenvorstellung am Nachmittag waren rund 4400 Gäste geladen. Der Ort zeigt normalerweise alle zehn Jahre einem Pestgelübde aus dem Jahr 1633 folgend "das Spiel vom Leiden, Sterben und Auferstehen unseres Herrn Jesus Christus". Wegen der Pandemie hatte Spielleiter Christian Stückl die eigentlich für 2020 angesetzte Passion um zwei Jahre verschoben.

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