Oppositionsfraktionen ziehen Fazit zum Wirecard-Ausschuss

Der Untersuchungsausschuss zum Wirecard-Bilanzskandal steht kurz vor dem Abschluss - Grüne, FDP und Linke veröffentlichen am heutigen Tag (12.00 Uhr) ihre Bewertung der Ergebnisse. Dass die Opposition nach einem solchen Ausschuss ein etwas anderes Fazit zieht als die Regierungsfraktionen, ist üblich. Zu erwarten ist scharfe Kritik am Agieren der Bundesregierung und vor allem an Finanzminister Olaf Scholz (SPD). Die Abgeordneten sind überzeugt, dass mehrere Bundesbehörden schwere Fehler im Umgang mit dem ehemaligen Dax-Konzern Wirecard gemacht und in vielen Fällen nicht genau genug hingeschaut haben.
| dpa
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Der Schriftzug von Wirecard ist an der Firmenzentrale des Zahlungsdienstleisters zu sehen.
Der Schriftzug von Wirecard ist an der Firmenzentrale des Zahlungsdienstleisters zu sehen. © Peter Kneffel/dpa
Berlin

Das Münchner Fintech Wirecard, einst aufstrebender Börsenliebling, hatte im Sommer 2019 eingeräumt, dass 1,9 Milliarden Euro aus der Bilanz nicht aufzufinden waren. Es folgte die Insolvenz. Die Staatsanwaltschaft geht inzwischen davon aus, dass die Jahresabschlüsse mindestens seit 2015 gefälscht wurden. Die Wirtschaftsprüfer von EY gaben diesen Abschlüssen trotzdem immer wieder uneingeschränkt ihren Stempel. In einer Zwischenbilanz sprachen die Oppositions-Abgeordneten von "kollektivem Organversagen". Behörden hätten mehr auf Zuständigkeiten geschaut als in Zusammenhängen zu denken. Dazu kommen Lobbyismus und Versäumnisse etwa der Finanzaufsicht Bafin.

© dpa-infocom, dpa:210606-99-884643/2

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