Nürnbergs OB fordert "Marshall-Plan" für Innenstädte

Der Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg, Marcus König (CSU), hat einen "Marshall-Plan" für die deutschen Innenstädte nach der Corona-Krise gefordert. Der Einzelhandel leide immer mehr unter den Folgen der Krise, Gastronomie und Hotellerie stünden nach dem zweiten Lockdown zum Teil vor dem Aus. Er wolle eine gemeinsame Initiative der Kommunen über den Deutschen Städtetag anstrengen.
| dpa
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Das Bild zeigt Marcus König (CSU), Oberbürgermeister von Nürnberg.
Das Bild zeigt Marcus König (CSU), Oberbürgermeister von Nürnberg. © Daniel Karmann/dpa/Archivbild
Nürnberg

"Einzelhandel und Gastronomie sind zusammen mit der Kultur wesentliche Attraktivitätsfaktoren für unsere Innenstädte", wird König am Freitag in einer Mitteilung der Nürnberger Stadtverwaltung zitiert. "Doch immer mehr - gerade auch inhabergeführten - Läden droht eine Insolvenz, wenn sie nicht bald eine Perspektive bekommen."

"Die Entwicklung bedroht unsere Innenstädte massiv", fügte König hinzu. Das sei in vielen Kommunen nicht anders als in der Franken-Metropole Nürnberg, deren Gastronomie und Hotellerie zudem stark vom in der Pandemie praktisch weggebrochenen Messe- und Tagungsgeschäft lebe.

Bund und Länder müssten die Kommunen finanziell stärker unterstützen, der Zugang zu Finanzhilfen müsse vereinfacht werden. "Die Berechnungsgrundlage der Hilfszahlungen werden vielfach als unnötig kompliziert, ungerecht, willkürlich und unzureichend empfunden", sagte König. Klagen über die Ausgestaltung der bisherigen Hilfsinstrumente kämen aus allen Ecken des Einzelhandels, vom inhabergeführten Laden bis zur großen Warenhaus-Kette.

© dpa-infocom, dpa:210122-99-129692/2

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