Nürnberger Christkind zeigt sich in weiß-goldenem Kostüm

Krone, blonde Locken, weiß-goldenes Gewand: Das neue Nürnberger Christkind hat sich zum ersten Mal in seinem Kostüm gezeigt. "Jetzt kann ich sagen, dass ich das Nürnberger Christkind bin. Jetzt fühlt es sich auch langsam wirklich so an", sagte die 17-Jährige Teresa Windschall am Dienstag. Das Kleid gebe einem die Magie, "die man, glaube ich, auch weitergeben möchte".
| dpa
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Das neu gewählte Nürnberger Christkind, Teresa Windschall, lächelt.
Das neu gewählte Nürnberger Christkind, Teresa Windschall, lächelt. © Daniel Karmann/dpa/
Nürnberg

Die Schülerin war vor zwei Wochen zum neuen Christkind gekürt worden und übernimmt die Aufgabe für zwei Jahre. Am 26. November soll sie den berühmten Markt in der Stadt eröffnen - allerdings nicht wie üblich live vom Balkon der Frauenkirche, sondern wegen der Corona-Pandemie per Fernsehübertragung."Natürlich bin ich da traurig drüber. Aber ich glaube, das ist das einzig Richtige, alles andere wäre der Situation nicht angemessen", sagte Windschall. Sie sei glücklich über jede Begegnung, auch aus der Ferne.

Die goldene Krone hätten schon einige Nürnberger Christkinder getragen, sagte Peter Hofmann, am Staatstheater Nürnberg zuständig für Requisiten wie Schwerter, Rüstungen und eben auch Kronen. Für Windschall habe man nur innen am Schaumstoff ein bisschen etwas ändern müssen, sagte er. "Nichts Gravierendes." Außerdem wurde gemeinsam mit der 17-Jährigen ausgewählt, welche der fünf Perücken-Varianten ihr am besten steht. Ihr selbst gefallen am Ornat - so wird das Gewand auch genannt - die goldenen Sterne am besten, wie sie sagte.

Gerade in diesem Jahr sei es wichtig, Hoffnung und Freude zu vermitteln, sagte Windschall. Nürnberg plant einen räumlich entzerrten Markt mit viel Abstand. In München wurde der Markt auf dem Marienplatz am Dienstag abgesagt. Nürnberg will aber an der Durchführung festhalten. "Wir bleiben bei unserer Entscheidung und warten zunächst die Bund-Länder-Runde am Donnerstag ab", sagte Wirtschaftsreferent Michael Fraas.

© dpa-infocom, dpa:211116-99-22565/2

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